Ideenskizze zur Demo am Freitag, 08.05.26 um 14:30 Uhr
Öffentliche Beteiligungsaktion zum Europäischen Protesttag 2026 von Aktion Mensch in Pfaffenhofen an der Ilm
Projekttitel:
Inklusion sichtbar machen
Veranstalter:
Arbeitskreis Inklusion Pfaffenhofen an der Ilm
Ausgangslage:
Inklusion wird häufig auf einzelne Aspekte reduziert und ist im Alltag vieler Menschen noch nicht ausreichend sichtbar und wirksam verankert. Gleichzeitig besteht in der Bevölkerung sowie bei lokalen Entscheidungsträgern ein wachsendes Interesse an konkreten Ansätzen zur Umsetzung von Inklusion im kommunalen Raum.
Der Arbeitskreis Inklusion Pfaffenhofen hat hierzu eine „Handreichung für die Umsetzung von Inklusion in Stadt und Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm“ erarbeitet, die konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzeigt.
Ziel des Projekts:
Ziel ist es, Inklusion im Sinne eines erweiterten Inklusionsbegriffs öffentlich sichtbar zu machen, Menschen zur Teilhabe zu ermutigen und den Dialog zwischen Bürgerschaft, Zivilgesellschaft und kommunalen Entscheidungsträgern zu fördern.
Das Projekt schafft einen offenen, barrierearmen Raum für Austausch, Begegnung und gemeinsame Perspektiventwicklung.
Zielgruppen:
- Menschen mit und ohne Behinderung
- Bürgerinnen und Bürger aller Altersgruppen
- ehrenamtlich Engagierte
- Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung
- lokale Initiativen und Organisationen
Die Veranstaltung wird bewusst niedrigschwellig gestaltet, um eine breite Teilnahme zu ermöglichen.
Grundlage ist der Erweiterte Inklusionsbegriff:
Viele Menschen denken bei Inklusion in erster Linie an Menschen mit Behinderung. Die Handreichung legt wie „Aktion Mensch“ bei ihrem Projekt „Kommune Inklusiv“ den weiten Inklusionsbegriff zugrunde:
„Jeder Mensch soll sich gleichberechtigt und unabhängig von Behinderung, sozialer Herkunft, Geschlecht, Alter, sexueller Orientierung oder sonstiger individueller Merkmale und Fähigkeiten an allen gesellschaftlichen Prozessen beteiligen können.“
Ziel von Inklusion ist es, dass sich alle Menschen zugehörig fühlen: Menschen mit und ohne Behinderung, mit und ohne Migrationserfahrung, jung, alt, arm und reich, Mann, Frau und Kind.
Save the Date! Wer beteiligt sich?
Rückmeldungen an AK Inklusion: 08441-72023 (AB) oder
manfred.mensch.mayer@pfaffenhofen.de
Presse-Stellungnahme der Wählergruppe Gemeinsam für Gemeinwohl (GfG) – Stadtentwicklung Ost / Äußere Moosburger Straße
Die GfG warnt eindringlich vor einem gefährlichen Dominoeffekt in der Stadtentwicklung: Die Erweiterung der Hipp-Siedlung und das geplante „Sondergebiet großflächiger Lebensmitteleinzelhandel an der Äußeren Moosburger Straße“ sind nicht isolierte Projekte. Sie ziehen zwangsläufig den nächsten Schritt nach sich: zusätzliche Bebauung genau gegenüber von Pfaffelleiten. Pfaffelleiten II grüßt schon aus der Zukunft – und wird sich, wenn wir jetzt nicht gegensteuern, nahtlos mit der Hipp-Siedlung verbinden.
Im Slang der Verwaltung heißt das dann wieder: „fügt sich harmonisch in die Landschaft ein“. In der Realität bedeutet es: weiterer Flächenverbrauch, die schleichende Aufgabe der Holledauer Kulturlandschaft – und am Ende ein Stadtbild, das nicht aus Überzeugung wächst, sondern weil man die nächste Entscheidung als „logische Konsequenz“ der vorherigen verkauft.
Ebenso unrealistisch ist das Beruhigungsmärchen, es entstünde kein zusätzlicher Verkehr in der Moosburger Straße. Wenn unzählige Wohnungen, Gewerbe und ein großflächiger Einzelhandelsstandort dazukommen, steigen Verkehr, Lärm und Emissionen – Punkt. Wer anderes behauptet, erzählt Geschichten. Bei all den Märchenerzählungen schaut nur Pinocchio amüsiert zu.
Besonders kritisch sehen wir die Debatte um eine mögliche Umgehungsstraße. Wir sagen klar: Eine Umgehungsstraße ist in diesem Kontext ein Trojanisches Pferd. Sie schafft nicht „nur“ Entlastung, sondern vor allem neue Begehrlichkeiten und neue Baurechte – und öffnet politisch den Weg zu genau dem, was viele Bürgerinnen und Bürger bereits abgelehnt haben: einem weiteren Industrie- und Gewerbegebiet auf der grünen Wiese. Wer heute die Trasse schönredet, darf sich morgen nicht wundern, wenn der nächste Flächenfraß als „alternativlos“ präsentiert wird.
Und noch etwas gehört zur Ehrlichkeit: Es wird öffentlich behauptet, ein Oberbürgermeister-Status werde nicht angestrebt. Doch wer die Stadt über Jahre auf Wachstum der Einwohnerzahl, immer neue Großprojekte und Ausweisungspolitik trimmt, steuert zwangsläufig auf genau diesen Status zu – samt der dazugehörigen Verwaltungslogik: mehr Wachstum, mehr Apparate, mehr Flächenverbrauch. Das ist kein Naturgesetz, aber es ist die absehbare Folge dieser Stadtentwicklung.
Unsere Position ist deshalb eindeutig: Pfaffenhofen braucht kein Wachstum um jeden Preis, sondern Wachstum an Lebensqualität. Heimat, Gemeinwohl und die Werte einer lebenswerten Stadt dürfen nicht dem nächsten Flächenpoker geopfert werden. Und nein: Ein größeres Regenrückhaltebecken ersetzt keine verantwortungsvolle Stadtentwicklung.
Die GfG fordert: Innenentwicklung vor Außenentwicklung, echte Nahversorgung im Quartier, konsequenter Schutz von Landschaft und Kulturland – und endlich Ehrlichkeit darüber, wohin diese Kette von Entscheidungen führt, wenn man sie jetzt nicht stoppt.